Abteilungsleiter Leichtathletik, Wilfried Behrens, staunte selbst über die Teilnehmerzahl. 172 Läufer und Läuferinnen verschiedener Altersklassen, nur zwei Starter weniger als im letzten Rekord-Jahr, machten sich auf, die fünf unterschiedlichen Streckenangebote abzulaufen. Eine große Anerkennung für die Arbeit von Wilfried und seinem Team, denn bis kurz vor dem Bambini-Start drohte Starkregen die Lauflust der Teilnehmer wegzuschwemmen. Alle Laufstrecken wurden amtlich durch ein Mitglied des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) vermessen und darüber ein Protokoll erstellt.  Gemessen wurden die Distanzen mit einem Fahrrad, an dessen Achse eine Art Kilometerzähler befestigt ist. "Diese Methode, Entfernungen festzulegen, ist genauer als GPS", erklärte mir Siggi Weniger, Abteilungsleiter Sportabzeichen. Start und Ziel war der Willi-Wicke-Platz an der Mühlenstraße. Der 10 Kilometerlauf und der Halbmarathon führten außerdem durch die Spieka-Neufelder Marsch.

Pünktlich zum Start des Bambini-Laufs meldete auch die Sonne ihre Teilnahme an. 21 Kinder zwischen 5 bis 7 Jahren legten einen laut umjubelten Start hin.

Die noch 4-jährige Ameli absolvierte ihren ersten Lauf an der Hand von Papa Mike, die 7-jährige Frederike dagegen hat Laufen jetzt neben Ballett zu ihrem Lieblingssport erklärt. Aber egal wie schnell die Kinder nach 400 Metern ins Ziel kamen, jedes wurde mit starkem Applaus empfangen. Und jedes Kind, genau wie später jeder Jugendliche oder Erwachsene, erhielt eine Medaille und Urkunde.                            

Inzwischen hatten sich die Teilnehmer zum 2,6 Kilometer Trimmerlauf und 5 Kilometer Schüler- und Volkslauf hinter dem Willi-Wicke-Platz in der Oderstraße aufgestellt.

Mit dabei die komplette Fußball-Mannschaft U 9 der TSG, die, elegant hintereinander laufend, nach 2,6 km wieder den Willi-Wicke-Platz erreichte.

Stella Peters (U20) zeigte sich besonders tapfer, mit ihrem verletzten Bein humpelte sie die 2,6-km-Strecke ab. Der 5-Kilometer-Lauf wurde außerdem noch für die U 12/U14/U16 aus dem KLV Cuxhaven und KLV Bremerhaven als Kreismeisterschaft gewertet.

Während sich die Aktiven über ihre gewählten Distanzen mühten, herrschte auf dem Gelände der TSG Nordholz beste Stimmung. Bei Kaffee und Kuchen oder würziger Bratwurst ließ es sich gut fachsimpeln und gemütlich den Einlaufenden entgegensehen. Aber man sparte nicht mit Applaus, so waren bei den Zuschauern auf jeden Fall die Hände in Bewegung.

Für die 10-km- und Halbmarathon-Läufer und Läuferinnen hielt Bürgermeister Markus Itjen die Startpistole in die Luft. Der Knall war noch nicht verraucht, da ging es in einem Tempo auf die Strecke, als sei das Ziel schon abzusehen.

Mit dabei war wieder Uwe Fiebig mit seinem Tretroller. Auch er ein Laufverrückter (ich habe seine Erlaubnis, ihn so zu nennen), denn er will nicht auf eine Teilnahme am Halbmarathon verzichten. Da ihn Athrose im Knie am Lauf auf zwei Beinen hindert, startet er sozusagen außer Konkurrenz mit seinem Laufrad. Uwe Fiebig lief 35 Jahre Marathon und Triathlon, "als ich noch jung und hübsch war, wagte ich mich sogar nach Hawaii zum Ironman Triathlon." Das ist der weltweit anspruchsvollste Ausdauerwettkampf! Hübsch muss man wohl nicht unbedingt sein, aber jung ist sicher von Vorteil.

Wie schon in den Jahren zuvor, konnten sich die Teilnehmer an verschiedenen Stationen mit Obst, Müsli und Getränken stärken. Damit sich keiner "verläuft", wurden sie von TSG-Mitgliedern auf Fahrrädern begleitet. Für sicheres Durchkommen auf den ausgewiesenen Straßen standen die Nordholzer Feuerwehren bereit. Bei der letzten Siegerehrung des Tages bedankte sich Wilfried bei allen, die in irgendeiner Art und Weise zum reibungslosen Ablauf dieser gern besuchten Veranstaltung beitrugen. Dazu gehörten natürlich auch die Starter und ihr faires Miteinander. Immer wieder hörte ich ehrlich klingende Lobesworte über die tolle Organisation und die familiäre Atmosphäre.

Auf der 10 km Strecke gewann Marie Stoppkotte in 38:58 Minuten mit über 2 Minuten Vorsprung vor dem ersten männlichen Teilnehmer.

Die ersten drei Halbmarathonläufer waren 1. Frank Krügener, TSV Otterndorf. 2. Thorsten Unruh, TSV Ihlienworth. 3. Manuel Haase, TSV Otterndorf.

Der Generationspokal wurde dieses Jahr an den ältesten Teilnehmer, Walter Heyroth, Jahrgang 1934, aus Wremen überreicht.

Eine Teilnehmer-Urkunde erhielten die 5- und 10-km-Walker, die Nordic-Walker und die Wanderer. Alle Ergebnisse sind einzusehen auf www.windmuehlenlauf.jimdo.com.          Elfie