Die Vereinsgeschichte


1907: Der Schmiedegesellen Fr. Guhlau zusammen mit seinem Meister H.Ahlf, dem Gastwirt A. Schoof, K.Waltemath und H. Bursky hatten erstmalig die Idee einen Turnverein ins Leben zu rufen. Sie gründeten den Turnverein mit dem Namen „ Gut Heil Nordholz und Umgebung“. In den Anfängen wurde auf der Diele der Gastwirtschaft Schoof in Spieka geturnt. Sehr bald reichte die Räumlichkeit nicht mehr aus und der Turnbetrieb wurde 1908 in die Gaststätte der Fam. Frey verlegt.
Die 15 Turner trafen sich regelmäßig zu den Übungsabenden und gaben sich den Namen „Turnverein Nordholz und Umgebung“. Mit Erfolgen wurde an Gauturnfesten in Bremervörde, Stotel und Altenwalde teilgenommen. Bis zum 1.Weltkrieg waren
D. Hollwegs, Theo Frey(sen.) und Fr. Thielking im Vorstand tätig.
Während des 1. Weltkrieges ruhte der Turnbetrieb.

-1925: Vorsitzender Eibe Wübber ( Turnverein Gut Heil Nordholz )
In der Nachkriegszeit kam es zu einer Trennung in die Vereine „ Arbeiter Turn- und Sportverein“ sowie „Turnverein Gut Heil Nordholz“.

1925 – 1933: Vorsitzender Fr. Thielking
Besondere Ereignisse dieser Zeit waren die Gründung einer Damenturnabteilung und die Fahnenweihe am 27.Juni 1926.
Maßgeblich an der Weiterentwicklung des Vereins ( Turnverein Gut Heil Nordholz ) war der Oberturnwart Karl Hashagen. Aus eigenen finanziellen Mitteln beschaffte er für den Verein zahlreiche Turngeräte. Es folgten zahlreiche Erfolge der „Gut Heiler“ bei Gau- und Verbandturnfesten in Wehden, Langen, Mulsum und Altenwalde. „Gut Heil“ entwickelte sich zu einem der führenden Vereine in der Gegend.
Die Gemeinde Nordholz überschrieb im April 1927 dem Verein einen Sportplatz.
Der damalige überschrieben Sportplatz befand sich in den sogenannten „Nordholzer Dornen“ (jetzt gegenüber der Gaststätte „Zum Grünen Walde“, Inh. Fam. Picker)

1933: Auflösung des Arbeiter und Turnvereins

1933- 1945: Vorsitzender Lüder Jürgens
Unter dem Vorsitz von Jürgens machte der Verein einen weiteren Entwicklungssprung. Die Turnerinnen gewannen den begehrten Wanderwimpel des Turnkreises. Es entstand eine Knaben- und Mädchenturnabteilung. Der Vereinssportplatz wurde mit dem 14. Verbandsturnfest im Juni 1933 eröffnet. Eine neu gegründete Handballabteilung verzeichnete großen Zulauf. Durch den Zutritt von Angehörigen der Kriegsmarine und des Reicharbeitsdienstes entwickelte sich eine wegen ihrer Spielstärke gefürchtete Handballabteilung. Nach Beendigung des 2.Weltkrieges kam es abermals zu einem Neubeginn des Vereinslebens, da viele Mitglieder gefallen waren.

1945-1948: Vorsitzender Gustav Steffens
                 (ehemaliger Vorsitzender des Arbeiter Turn- und Sportvereins)
Gustav Steffens übernahm den Vorsitz der verbliebenen Sportler „Zum Wohle der Jugend“ und gab dem Verein den Namen „Turn- und Sportverein Nordholz und Umgebung“ kurz TuS Nordholz. Die sportlichen Aktivitäten wurden nach dem Krieg durch die Leichtathleten, Handballer und Fußballer aufgenommen. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Besonders herausragend waren die Siege der Leichtathleten und der Fußballer.

1948-1951: Vorsitzender Willy Hallas

1951-1955: Vorsitzender Willi Wicke
Die Umgestaltung des Sportplatzes war dem Verdienst von Willi Wicke mit seinen vielen Helfern zu verdanken.
Zu Ehren wurde der Sportplatz an der Mühlenstrasse nach ihm benannt.

1955-1970: Vorsitzender August Davin
In der Amtsperiode Davin`s wurden die Kreissportfeste 1954 und 1957, sowie das 50 jährige Vereinsbestehen veranstaltet und gefeiert. Ab 1966 fand der Breitensport seine Wurzeln in der TuS Nordholz. Viele Male wurde mit befreundeten Vereinen, der Feuerwehr und dem Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ der
„Elbe-Weser-Volkslauf“ organisiert und ausgerichtet. Seit über 30 Jahren sind die „Wanderungen durch die 4 Jahreszeiten“ eine weitere Breitensportveranstaltung, die sich großer Beliebtheit erfreut. In Eigenarbeit wurde auf dem Sportplatz gebaut und umgestaltet bis in den Jahren 1966/67 erwartungsvoll das Umkleidehaus entstand. Von nun an musste man sich nicht mehr im Freien waschen und auf dem Saal umziehen.

1970-1972: Vorsitzender Hans-Herbert Binding
Durch den Zusammenschluss der Gemeinden Deichsende, Nordholz, Wursterheide und dem Anschluss der Gemeinde Wanhöden entstand die Gesamtgemeinde Nordholz. Die Verschmelzung der „TuS Nordholz“ und dem 1949 gegründeten „Wurster Sportverein“ gab Binding den Anlass einer neuen Namensgebung der „TuS Nordholz“.
Aus der „TuS Nordholz“ wurde der noch heute bestehende Name
 „Turn- und Sportgemeinschaft Nordholz und Umgebung von 1907 e.V.“

-kurz TSG Nordholz-.


1972-1978: Vorsitzender Rolf Cahsau
Durch den Zusammenschluss des Wurster Sportvereins und der TuS Nordholz verpflichtete sich der Nordholzer Gemeinderat einen weiteren Sportplatz zur Verfügung zu stellen. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit als Vorsitzender konnte Cahsau nach Bau eines Umkleidehauses den Sportplatz „Hinter dem Heidedeich“ eröffnen. Eine weitere Baumaßnahme in der Gemeinde Nordholz sollte den Verein noch weiter vorantreiben, denn am 03.Mai 1973 wurde die große Schulturnhalle ihren Bestimmungen übergeben. Die TSG Nordholz wurde als Mitnutzer der Schulsporthalle einbezogen, was den Verein ermöglichte eigens für die Kinder eine Turnerriege einzurichten.

1978-1981: Vorsitzender Karl-Heinz Meyer
Abermals wurde der Willi Wicke Platz umgestaltet. Das Moto war
„Wir werden wettkampffähig“. In mühsamer Eigenleistung wurde die Sportplatzfläche verdoppelt und eine Tartanbahn installiert. Von nun an war Nordholz in der Lage alle Disziplinen der Leichtathleten auszurichten.

1981-1991: Vorsitzender Bernd Schmidt
Bernd Schmidt, an der Spitze des Vereins, machte sich zur Aufgabe die Vereinsmitglieder mehr am Vereinsleben teilhaben zu lassen. Eigens hierfür rief Schmidt mit Lothar Küchler 1985 die Vereinszeitschrift „TSG-Aktuell“ in Leben.
Alle Vereinsmitglieder, ob aktiv oder passiv, bekommen seither 4x im Jahr diese Zeitschrift zugesandt. Sie ist das Spiegelbild des Vereins und informiert über Geschehnisse sportlicher Art der Abteilungen, als auch über gesellige Ereignisse im Vereinsleben der TSG-Nordholz. Heute ist diese Vereinszeitschrift unter dem Namen „WIR“ bekannt.
Die Vereinszeitschrift ist aus unserem Verein nicht mehr wegzudenken.

1991-2012 Vorsitzender Helge Rothenberg
Viele Aktivitäten kann Rothenberg für sich verzeichnen. Beispielhaft sind hier zu erwähnen:
- Die jährlich stattfindenden Jugendfreizeiten. Es wurden bereits Veranstaltungen nach Eurodisney (Paris), Heinoland (Holland), Feriencamp Otterndorf, Freizeitlager Scharbeutz usw. unternommen und dies immer für einen geringen finanziellen Aufwand für die Teilnehmer.
- Das 10€ Camp in den Sommerferien auf dem Heidedeich für Kinder bis 14Jahren.
- Vereinsfahrten für Erwachsene nach Dresden, Berlin, Leipzig, Brüssel usw.
Mit viel Eigenleistung wurde 1994 an das Umkleidehaus auf dem Willi Wicke Sportplatz eine kleine Sporthalle mit Schwingboden errichtet und die Geschäftsstelle eingerichtet. 1997 wurde anlässlich des 90 jährigen Bestehens des Vereins das 50.Kreissportfest in Nordholz ausgetragen. Hiermit wurde die TSG-Nordholz, durch die beispielhafte Vorbereitung und Austragung, im ganzen Landkreis mit viel Lob und Dank versehen. Mit einem Kommersabend zu diesem Jubiläum wurde die neue Vereinsfahne geweiht. Doch die Unermüdlichkeit des Vereines konnte nicht aufgehalten werden und im Jahr 2002 erfolgte der Erweiterungsbau auf dem Sportplatz „Hinter dem Heidedeich“, auch hier wieder konnte dieses Projekt nur durch die Mithilfe der Vereinsmitglieder verwirklicht werden.
Ein einmaliges und für den Verein herausforderndes Ereignis war das Jubiläumsjahr 2007. Der Verein konnte stolz auf 100 Jahre Vereinsgeschichte blicken. Bereits 2 Jahr zuvor begannen die Planungen von Veranstaltungen, Turnieren und Feiern zu diesem Anlass. Eine Großveranstaltung war die Austragung des 60.Kreissportfestes, welches das 50.Kreissportfest bei weitem noch übertraf. Hier stellte sich sehr schnell heraus, dass 100 Jahre Vereinsleben in Nordholz Mitglieder hervorgerufen hat, die durch schier unmögliche Kraftanstrengungen in der Lage waren solch ein Jubiläum über das ganze Jahr mit Veranstaltungen zu versehen. Nicht nur sportliches Engagement zeichnet die TSG Nordholz aus, sondern auch das Gesellige kommt in diesem Verein nicht zu kurz. Eine Vielzahl von Festlichkeiten auf dem Saal der Vereinsgastätte „Stadt Frankfurt“, Inh. Fam. Frey, dienen über das Jahr verteilt dem Zusammenhalt der Mitglieder. Begonnen wird das Jahr mit der 5.Jahreszeit dem Lumpenball. Der Werbeabend mit anschließendem Turnerball, auf dem sich die verschiedenen Sparten des Vereins durch Vorführungen präsentieren. Abgelöst wurde der Werbeabend 1986 durch den TSG-Ball an dem sich jährlich mehr als 200 Gäste erfreuen. Einem Seniorenabend, der durch unseren Vereinskameraden Kurt Küchler ins Leben gerufen wurde, und mittlerweile zu den traditionellen Festen der TSG-Nordholz gehört. Abgeschlossen wird das Jahr mit dem „Dankeschön Fest“, welches den vielen ehrenamtlichen Helfern gewidmet ist.

 

2012- Vorsitzender Frank Bretschneider


Mit nun annähernd 1400 Mitgliedern gehört die TSG-Nordholz mit zu den größten Vereinen des Landkreises Cuxhaven.
Die große Anzahl der verschiedenen Sportarten, zu sehen auf dieser Homepage, macht die TSG zu einem vielfältigen und attraktiven Verein, dessen Mitgliedsbeiträge auf dem unteren Niveau im gesamten Landkreis liegen.

Wir hoffen, wenn Sie noch nicht Mitglied in diesem Verein seien sollten, ihr Interesse geweckt zu haben und würden uns freuen Sie in unserer Mitte aufnehmen zu können.

Die Vereinsfahne

Die Fahne ist schon immer ein Identifikationszeichen ganzer Nationen, einzelner Länder, Städte und Gemeinden, politischen Parteien, von konfessionellen Gemeinschaften, von Vereinen und Verbänden. Die Fahne ist Zeichen für Zusammengehörigkeit, für Bindung an eine Gemeinschaft. Vereine scharen sich um ihre Fahnen, wenn sie zu großen Veranstaltungen ausrücken. An der Fahne ist Treffpunkt. Sie zeugt am Mast von Freude und Erfolg, am halben Mast von Trauer und Leid. Mit der Vereinsfahne geleitet die Gemeinschaft Sportlerinnen und Sportler zur letzten Ruhe. Ohne Fahne sind große Feste kaum denkbar. Fahnen  schmücken nicht nur den Festplatz. Fahneneinmärsche und Fahnen in Festzügen zeugen von der Geschlossenheit der Sportgemeinde.

Die neue Fahne.

Die erste Vereinsfahne wurde 1926 geweiht und begleitet den Verein nun schon 80 Jahre. Jahrelang in schönen und in schweren Zeiten. Aber sie leidet in diesen Jahrzehnten! Zur Zeit ihrer Herstellung sind Samt und Seide gebräuchliche Werkstoffe, die sich aber im Laufe der Zeit als nur bedingt wettertauglich erweisen. Nach Jahren wird eine umfangreiche aufwendige Restaurierung erforderlich. Die erneuerten Teile zeigen schon bald wieder Verfallserscheinungen. Daher wird auf Anregung des 1. Vorsitzenden Helge Rothenberg 1996 der Beschluss gefasst, eine neue Fahne aus modernen, strapazierfähigen Materialien für den allgemeinen Gebrauch anzuschaffen und unsere alte Vereinsfahne nur noch bei besonderen Anlässen zu verwenden.

Die nicht geringen finanziellen Mittel für diese neue Fahne werden fast ausschließlich durch Spenden der Vereinsmitglieder erbracht. Die Vereinskasse wird nur ganz minimal belastet. Alle gestalterische Details, Formen und Farben der alten Fahne sind übernommen. Diese neue Fahne ist auf dem Kommersabend zum 90-jährigen Bestehen des Vereins im Jahr 1997 geweiht worden.

 

 



Den Gefallenen zum Gedenken- den Lebenden zum Vermächtnis.

Zwei Weltkriege von 1914 – 1918 und von 1939 – 1945 überziehen unser Volk. Sie hinterlassen gewaltige Opfer an Menschenleben und Sachwerten. Millionenfaches Leid , Trauer, Angst und Verzweiflung, Not und Elend bleiben bis in unsere Tage die Folgen verheerender Krieg für einzelne Menschen, für Familien und ganze Völker, auch für unseren Verein. Auch in diesen Zeiten der Not zeigt sich der Verein als Solidargemeinschaft, viele Hilfen werden angeboten und auch dankbar angenommen. Unser Verein gedenkt jedes Jahr den Gefallenen der Kriege und legt am Volkstrauertag am Ehrenmal in der Mühlenstrasse einen Kranz nieder.