Turnen

Abteilungsleiterin

Marlies Töllner
Nordweg 24
27639 Wurster Nordseeküste
Telefon:04741/2561

Mail:marlies-toellner@gmx.de

Die Turnabteilung zählt zu der mitgliederstärksten Abteilung. Es wird allen Altersgruppen von 1-99 Jahren sportlich etwas geboten. Sie besteht aus vielen verschieden Gruppen und Kursen.Viele Veranstaltungen werden besucht und auch in den eigenen Reihen durchgeführt. Unternehmungen geselliger Art kommen in dieser Abteilung ebenfalls nicht zu kurz.


Trainingsstätte Schulsporthalle

Die Trainingszeiten für die Schulsporthalle entnehmen Sie bitte dem Hallenbelegungsplan Seite 3 auf der Eröffnungsseite unserer Homepage. Bitte hier klicken

 

Eltern und Kind Turnen Nicole Doss/Marion Struß Schulsporthalle
Turnen Kinder 4-6 J Nicole Doss/Marion Struß Schulsporthalle
Turnen Kinder 6-8 J M.Töllner/P.Klemke Schulsporthalle
Turnen Kinder ab 9 J M.Töllner/P.Klemke Schulsporthalle
Let`s Dance ab 9 J. W.Wilksen Schulsporthalle
Turnen Tanz-Waschbären U.Schmidt/M.Ahlf Schulsporthalle
Turnen Damen Vital GYM H.Böckmann/E.Brüggebors Schulsporthalle
Älteren Turnen E.Holländer Schulsporthalle
FIT-GYM Dagmar Müller Schulsporthalle
Älteren Turnen U.Schmidt/M.Ahlf Schulsporthalle

Er und Sie

"Fit um 50"

Eleonore Dehne-Seer Schulsporthalle
Aerobic S.Redelfs Schulsporthalle
La GYM Nicole Doss Schulsporthalle

 

Kinderturnen mit Marlies und Petra

„Ich komme immer dienstags zum Kinderturnen, weil ich hier viel Spaß habe“, erklärte mir die siebenjährige Mira im Brustton der Überzeugung. „Allerdings“ - ach, sie hat doch eine Einschränkung - „allerdings nicht, wenn meine Mama an einem Dienstag Geburtstag hat“. Ich war total gerührt über den großzügigen Verzicht und die Mama wird es auch sein, wenn sie das hier liest. An diesem Übungstag turnten neben Mira noch 5 Mädchen und 6 Jungen mit Marlies Töllner – Kollegin Petra Klemke war verhindert – in der Nordholzer Schulturnhalle. Nicht nur die kleinen Körper, sondern auch die ziemlich imposanten Stimmbänder kamen zum Einsatz. Denn nach der Aufwärmphase folgte schon das erste lustige Bewegungs-Spiel: Jedes Kind steckt sich ein Seil in die Turnhose und lässt das Ende wie ein Schwanz bis über dem Boden hängen. Dann rennen alle wild durcheinander und versuchen, den anderen auf den Schwanz zu treten. Laut und fröhlich ging es zur Sache. Vielleicht nicht immer ganz fair, da das eine oder andere Seil sehr kurz über den Boden baumelnd festgehalten wurde. Dagegen zogen die Kleineren ziemlich lange Enden hinter sich her, sie konnten gar nicht so viel Seil in ihrer kleinen Hose verstauen. Tat dem Spaß aber keinen Abbruch, zumindestest bei denen, die ihren Schwanz noch hatten. Die Schwanzlosen mussten ausscheiden, sodass es zum Ende hin richtig sportlich wurde, da nur noch wenige Kinder durch die große Schulturnhalle jagten. Beim Kinderturnen der TSG Nordholz wird zwischen freiem und gebundenem Turnen – hier gibt es feste turnerische Elemente wie z. B. Handstand  – unterschieden. Aber was auch gefordert wird, es soll Spaß machen und dadurch die Lust auf Bewegung fördern, das ist die Devise von Marlies und Petra. Jetzt war das feste Turnen an der Reihe. Nachdem im freien, also spielerischen Turnen, besonders Kondition und Fairness trainiert wurden, erforderte das folgende Training auf den Matten und den kleinen Kästen auch Kraft. Vor allem für die kleinen Mädchen, die sich zum Geräteschleppen nicht zu schade waren, während zwei der größten Jungen sich auffallend drückten. Erst Marlies´ energische Aufforderung zum Mithelfen hatte Erfolg. Als die Matten- und Kastenstraße fertig „gebaut“ war, ging es los. Einfachen Bewegungen, wie von Matte zu Matte und von Kasten zu Kasten zu springen, folgten bald anspruchsvolle Aufgaben: Spring wie ein Frosch, jetzt wie ein Hase. Anschließend hüpften Kängurus über die Strecke. Dieses „Gestalten von Bewegungsformen“ machte natürlich besonders viel Vergnügen und immer wieder rief ein Nachwuchssportler aufgeregt: „Guck mal, ich bin ein Känguru“. Um wieder zu Atem zu kommen, passte Marlies den Schlussteil entsprechend an. Alle Kinder stellten sich ganz eng zusammen und holten ganz, ganz tief Luft. „Phhhh“, entwich sie wieder und die Kinder gingen dabei einen Schritt zurück. Einatmen, ausatmen und zurückgehen. Das wurde so lange und so ernsthaft praktiziert, bis sich die kleinen Hände nicht mehr halten konnten: der Luftballon war geplatzt. Damit immer dickere Luftballons so richtig knallen können, freut sich die Gruppe über Neuzugänge: Kinder von 6-8 Jahren, dienstags, 15.30 bis 17 Uhr, Schulturnhalle.

Elfie

Fit-Gym

Mittwochs, ab 20 Uhr, ist die Nordholzer Schulturnhalle für die TSG-Turnerinnen der „Fit-Gym-Gruppe“ reserviert. Es werden Matten geschleppt, Geräte heran geholt und Wasserflaschen deponiert. Dann ist noch Zeit für einen Plausch über die Ereignisse der letzten Woche.  An diesem Mittwoch erzählen mir Elke, Ursel, Rita, Brunhilde und viele weitere Turnerinnen, dass sie schon 20, ja sogar 30 Jahre bei Übungsleiterin Dagmar Müller mitmachen. Seit 1976 ist Dagmar lizenzierte Übungsleiterin  bei der TSG Nordholz und bot anfangs unter dem schlichten Titel: „Gymnastik“ Damenturnen an. Inzwischen haben sich verschiedene Gruppen um mehrere Übungsleiterinnen gebildet. Alle Angebote werden von den jeweiligen Teilnehmerinnen hoch gelobt, denn überall wird nicht nur geturnt, sondern auch echte Kameradschaft gepflegt. So auch bei „Fit-Gym“, denn wen immer ich an diesem Abend fragte (und schon oft vorher selber erlebte), erzählte von einer „eingeschworenen Gemeinschaft“. So kam es wohl auch, dass man im Laufe der Jahre einfach von „den Müller-Girls“ sprach. Ein Begriff, den TSG-Mitglieder  sicher besser kennen als „Fit-Gym-Gruppe“. Neben den turnerischen Leistung, besonders denen aus früheren Jahren, äußerte sich Dagmar vor allem über die Geradlinigkeit ihrer „Mädchen“. „Ich kann mich voll und ganz auf jede verlassen, wer sich für etwas meldet, der führt es auch aus und wenn eine Unternehmung beschlossen wird, gibt es keinerlei Nörgelei. Das finde ich einfach toll“. Bevor Dagmar mehr von „alten Zeiten“ erzählte, durfte ich erst einmal einem Übungsabend beiwohnen – als Beobachterin! „Entspannt anfangen, dann von leicht zu schwer“, so die Devise der Übungsleiterin. Warm wurde es den Müller-Girls aber ziemlich schnell, zu sehen an den auf den Boden fallenden Strickjacken. Tatsächlich verlangten die folgenden Übungen immer mehr Konzentration und Kraftanstrengung. Während die fernöstlich anmutende „Ein-Bein-Übung“ gesundes Gleichgewicht voraussetzte, verlangte das Handgerät „Brazil“ schon Kraft und Koordinationsvermögen. Jede der Anwesenden gab ihr bestes und fühlte sich persönlich angesprochen, wenn Dagmar lobte: „Ihr seid sooooo gut“. „Loben ist ganz wichtig“, erfuhr ich und konnte gleichzeitig sehen, wie sich die Gesichter entspannten und strahlten. Ohne Musik geht natürlich auch bei Fit-Gym gar nichts, aber bei Dagmar wird nicht nur „musikalisch untermalt“, es wird auch zum Schluss jeder Stunde selbst gesungen. „Im Canon, versteht sich“. Mir tut es noch heute leid, dass ich diesen Ohrenschmaus (?) verpasst habe, aber ich war ganz geschafft vom Zugucken und so ging ich etwas früher. Doch kann ich mir rege vorstellen, wie sehr zwischen und nach dem Singen gelacht wurde. Wer erinnert sich nicht an die Vorführung der Müller-Girls mit den großen Pezzi-Bällen und den Sticks? Unglaublich, wie fetzig die Damen damals durch die Turnhalle wirbelten. Zwar kommen die  Bälle und Sticks auch heute noch manchmal zum Einsatz, aber man wird eben älter, da geht alles ein bisschen ruhiger zu. „Ich will unsere Fitness natürlich weiter fördern, aber vor allem gilt es, sie zu bewahren“, das ist Dagmars primäres Ziel. Und wie ich von den „Girls“ selber hörte, soll auch nur jede so weit mitmachen, wie sie es sich selber zutraut. Trotzdem Dagmar schon von ihren Teilnehmerinnen erwartet, dass sie sich richtig anstrengen. Entsprechend spannend bereitet sie die Übungsabende vor, zum Beispiel das „Zirkeltraining“, bei dem jede Teilnehmerin reihum für zirka 2 Minuten an verschiedenen Stationen/Geräten turnt. Jede Übung wird von Dagmar akribisch aufgeschrieben und künstlerisch mit niedlichen Strichmännchen – liegend, stehend, kniend - aufgewertet. Für die Beckenbodenübungen, die sie für besonders wichtig hält und oft trainieren lässt, hat die „Teamchefin“ allerdings noch nicht die richtige Zeichentechnik gefunden.Gerne erinnert sich Dagmar an die Zeit, wo ihre Gruppe für Sportfeste auf Kreis- und Landesebene übte. Und wer dann zu den Wettkämpfen mitfuhr, für den kam nur der Schlaf (alle in einem Klassenzimmer) zu kurz, Sport, Spaß und interessante Erlebnisse gab es genug. Heute turnen die Müller-Girls überwiegend in der Schulsporthalle, fahren Rad, feiern die Feste noch immer so, wie sie fallen und freuen sich auf die jährliche Tour nach Neuwerk. In diesem Jahr werden 28 Girls die Insel entern. „Übrigens hat man uns dort schon für einen Damen-Shanty-Chor gehalten – weil wir so gerne singen“.

Elfie