17. Windmühlenlauf

...Mit sichtbarer Freude (und Erleichterung) teilte Wilfried Behrens, Abteilungsleiter Leichtathletik und Hauptorganisator, nach Auswertung aller Daten mit, dass von 221 Meldungen 191 Läuferinnen und Läufer an den Start gegangen sind. Das waren 19 Sportler mehr als im Vorjahr. Es ist immer wieder großartig zu hören, wie gerne dieses Laufangebot angenommen wird, denn die Vorbereitungen dafür sind umfangreich und beanspruchen wochenlange Planung. So hatten Wilfried und sein am Veranstaltungstag zirka 50köpfiges Team allen Grund, stolz auf den erneuten Erfolg zu sein. Die amtliche Vermessung der Laufstrecken übernahm selbstverständlich wieder ein Mitglied des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV). Das Abfahren der verschiedenen Distanzen mit dem Fahrrad, an dessen Achse eine Art Kilometerzähler befestigt ist, garantiert eine genauere Messung als die mit GPS.

Schon vor Beginn der Läufe, die über fünf verschiedene Strecken angeboten wurden: Bambini-Lauf (400 Meter), 2,6-km-Trimmerlauf, 5-km-Schüler und Volkslauf, 10-km-Lauf und Halbmarathon (21,0975 km), herrschte reger Betrieb auf dem Gelände des Willi-Wicke-Platzes. Geduldig warteten die Läufer, Walker, Nordic-Walker und Wanderer auf die Ausgabe der Startunterlagen. Sie diskutierten angeregt, verschoben aber Kaffee und Kuchen oder Bratwurst auf „danach“. Einige brachten ihren Körper mit sportlichen Übungen in Bestform. Uwe Fiebig war ein bisschen enttäuscht, auch in diesem Jahr fand sich kein Konkurrent, der ihn in der „Tretroller-Disziplin“ hätte herausfordern können. Und der älteste Teilnehmer, Harald Kirchner, bedauerte, dass sein Kollege Walter Heyroth nicht gemeldet war.

Endlich! Der Vorsitzende der TSG, Frank Bretschneider, begrüßte die Gäste, ein Zeichen für die Bambini, dass sie gleich an den Start müssen. Da erwartete sie bereits Siggi Weniger, Abteilungsleiter Sportabzeichen, und erklärte ihnen genau, was alles zu beachten war. Zum Beispiel, dass sie nicht drängeln dürften. Der 1. Vorsitzende hob die Pistole und schon pressten kleine Händchen gegen kleine Ohren. So kam es, dass einige Knirpse nach dem Knall schon liefen, während andere noch standen. 

Die vier weiteren Distanzen konnte jeder nach dem Zustand seiner körperlichen Kräfte wählen. Karin Toetzke, Baujahr 39, wie sie stolz betonte, fand die 2,6 km recht anstrengend, „allerdings habe ich im Ziel schon an das nächste Mal gedacht“, meinte die älteste Teilnehmerin schmunzelnd. 

Mit ihr liefen auch Imke Rehm und Bianca Papke nach dem Startschuss durch Frank los. Allerdings nicht alleine, die Sportlerinnen nahmen die Gelegenheit wahr, ihre Hunde Max und Freddy (beides Mischlinge), auf der 5-km-Strecke ordentlich in Bewegung zu halten. „Normaler Weise beteiligen wir uns beim ´Cani Cross`, ein Hindernislauf mit Hunden“, wurde ich aufgeklärt und erfuhr, dass ihnen der Windmühlenlauf sehr viel Spaß gemacht hätte – ob das an den fehlenden Hindernissen lag?

Gegen 17 Uhr hob Siggi die Pistole und setzte mit einem lauten Schuss die Teilnehmer der Hauptläufe in Bewegung. Wie immer gab es unterschiedliche Ansätze: Die einen sahen aus, als ob sie von Anfang an alles geben wollten, während sich andere lachend und „plaudernd“ auf die 10-km-Strecke, bzw. auf den Halbmarathon machten. Den Weg durch die Spieka-Neufelder Marsch wiesen den Sportlern zwei Begleiter auf dem Fahrrad, das Schlusslicht bildete der „letzte Mann“, ebenfalls auf dem Fahrrad. 

Entsprechend der Ausschreibung befanden sich auf der gesamten Strecke drei Verpflegungsstände und ein weiterer im Ziel. Vor allem das angebotene Wasser wurde gerne entgegengenommen, trotzdem es zeitweilig auch Nass von oben gab. So gesehen, vom relativ geringem Regenaufkommen einmal abgesehen, waren die Temperaturen für die Teilnehmer bestimmt angenehmer als strahlender Sonnenschein.

Achtungsvollen Applaus gab es für jeden kleinen und großen Läufer, der ins Ziel kam. Von „Leid und Lust“ erzählten die verschiedenen Gesichtsausdrücke. Natürlich erhielt auch jeder eine Medaille und eine Urkunde über seine Leistung. Zwei „Streckenkämpfer“ hatten sich einen besonderen Geck einfallen lassen. Sehr zur Erheiterung der Zuschauer krochen sie auf allen Vieren über die Ziellinie. 

Zum Schmunzeln war auch die kleine Szene am Rande: Die dreijährige Lennja Sahlmann erhielt als jüngste Teilnehmerin den größten Pokal -Generationspokal, der im Wechsel an den jüngsten oder ältesten Läufer vergeben wird - und strahlte glücklich. Bis ihr Papa die schwere Trophäe abnehmen wollte. Das war gar nicht in ihrem Sinne, sie eroberte den Pokal durch reichlich fließende Krokodiltränen zurück.

Der 46. Hochzeitstag zweier Nichtmitglieder, die tatkräftig bei der Veranstaltung mithalfen, blieb natürlich nicht ohne Dank. Wilfried Behrens überreichte Bruder Gerhard und Schwägerin Anette einen prächtigen Blumenstrauß. Viele Jahre lang kann sich Wilfried schon auf ihre Mithilfe verlassen. 

Sieger gab es natürlich auch noch beim Windmühlenlauf. Die drei besten Marathonläufer waren: 1. Thorsten Unruh, 1987 TSV Ihlienworth, 1:21:56. 2. Björn Domke, 1975 Lübbs Lopers, 1:35:18. 3. Tino Weber, 1980 Triathlon Spreewald e.V., 1:38:58. Beste Läuferin: Birgit Grewe, 1970 TSV Neuenwalde, 1:54:01. 

Natürlich gab es auch bei den anderen Distanzen interessante Ergebnisse, sie sind nachzulesen unter: www.windmuehlenlauf.jimdo.com.                                                       

Elfie