18. Windmühlenlauf 2019

... herrschte, trotzdem 175 Läufer und Läuferinnen den „Kampf“ vom Willi-Wicke-Platz aus gegen die Kilometer aufnahmen.

Wie immer herrschte schon weit vor der Startzeit im Vereinshaus der TSG Nordholz reges Treiben. Es galt, sich registrieren zu lassen und die Startnummern abzuholen. Für den reibungslosen Ablauf der verschiedenen Aufgaben sorgten zahlreiche Mitglieder der TSG, der Abteilungsleiter Leichtathletik, Wilfried Behrens, wusste, dass absoluter Verlass auf seine Leute ist.

Alle Laufstrecken wurden amtlich durch ein Mitglied des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) vermessen und darüber ein Protokoll erstellt. Start und Ziel war der Willi-Wicke-Platz an der Mühlenstraße. Der 10 Kilometerlauf und der Halbmarathon (HM) führten außerdem durch die Spieka-Neufelder Marsch. Großen Dank galt den Nordholzer Feuerwehren, die die Straßen sicherten.

Unter den Startern konnte ich erfreulich viele bekannte Gesichter entdecken. Marlene Reglin (Jahrgang 46) erklärte mir: „So Gott will, bin ich immer dabei“ und erzählte stolz von ihrem 3. Goldenen T-Shirt für jeweils 18 Läufe im Jahr. Seinen ersten Lauf überhaupt, absolvierte Michael Beims, ein junger Mann mit Behinderungen. Nach den 2,6 km war für ihn klar, dass er unbedingt wiederkommen und 5 km ausprobieren möchte.

Siggi Weniger, Abteilungsleiter Sportabzeichen, hatte schon die Startpistole in der Hand, also beeilten sich die Bambinis, ihre Plätze einzunehmen. Von den 12 kleinen Läufer/innen hielt sich diesmal nur Lennja Sahlmann von TSV Neuenwalde die Ohren zu und verpasste so den Knall. Daher hatte Hannah Fiegl von TSV Altenwalde einen kleinen Vorteil, den sie ausbaute und nach 400 Meter als erste ins Ziel lief.

Für die 29 Teilnehmer der 2,6 km Strecke und die 62 Teilnehmer der 5 km Strecke wurde es Zeit, Aufstellung zu nehmen. Mit schnellem Schritt schlossen sich auch 4 Walker der laufenden „Masse“ an, die sich eilig in Bewegung setzte, nachdem Siggi den Startschuss abgab. Noch waren alle frisch dabei, doch auf meinem Weg durch die Strecke war zu sehen, dass der Elan zwar nachließ, der Ehrgeiz aber nicht.

Gleich drei Generationen machten sich auf die 2,6 km Strecke. Für Opa Werner Frost aus Berlin war es mehr „nur Begleitung“ für die drei Enkel und den Sohn aus Hechthausen. Denn Opa Werner, der erst mit 60 Jahren mit dem Laufen anfing, rühmt sich dreier Weltrekorde im 100-km-Staffellauf und der zehnmaligen Teilnahme am Berlin-Marathon.

Die Intensität der Sonne blieb „erbarmungslos“, als sie die 10 km Läufer (43 Teilnehmer/innen, 1 x wandern, 1 x walken) und die Halbmarathonläufer (22 Teilnehmer/innen und Tretroller) dabei beobachtete, wie diese sich auf dem Oberweg versammelten. Gemeindebürgermeister Marcus Itjen begrüßte mit launigen Worten die Unentwegten, hob in Gegenwart des 1. Vorsitzenden Frank Bretschneider die Startpistole und brachte mit einem Schuss Bewegung in die Läufer/innen.

Hier ging es nicht ganz so eilig auf die Strecke, wusste man doch, dass der Weg weit ist. Aber die Ausrichter hatten wegen der großen Hitze mehr Versorgungsstände als sonst aufgebaut,

zusätzlich standen große Eimer mit Wasser bereit – nicht gerade als Pool nutzbar, aber doch zur Abkühlung gedacht.

In der Zeit, in der die jeweiligen Strecken abgelaufen wurden, saßen die Zuschauer rege plaudernd beim Vereinsheim, genossen Kaffee und Kuchen, kühle Getränke und heiße Bratwürstchen. Unterbrochen wurde die Idylle nur, wenn sich Läufer/innen dem Ziel näherten. Dann gab es anerkennenden, kräftigen Applaus – und das für jeden einzelnen.

Alle Teilnehmer/innen der jeweiligen Distanzen bekamen Medaillen und Urkunden, die besten wurden noch dazu auf das Siegertreppchen gebeten.

Marie Stoppkotte, 1. Platz, 10 km, U20, nutzte die Gelegenheit, sich bei der Laufgemeinschaft und ganz besonders bei der TSG Nordholz zu verabschieden und sich dafür zu bedanken, dass sie sich in diesem Umfeld immer sehr aufgehoben fühlte.

Für Walter Heyroth gab es nicht nur den 1. Platz für 5 km in der Gruppe Senioren M85, sondern, bereits zum zweiten Mal, den Generationenwanderpokal. Den wird er im nächsten Jahr an die/den jüngste/n Teilnehmer/in weiterreichen.

Übrigens wird die 5 km Strecke für die Altersklassen U14/U16 aus dem KLV Cuxhaven als Kreismeisterschaft gewertet.

Als sich Frank Krügener, M35, der Ziellinie näherte, sah er selbst nach 21.0975 km erstaunlich frisch aus. Und er fand noch Kraft genug, seinen Lauf bis ins endgültige Ziel zu erhöhen und mit einer Zeit von 1:30:11 den ersten Platz zu belegen.

Es dauerte nur fünf Minuten länger, als Ann-Kristin Lange, U20, von der TSG Nordholz, wie im Vorjahr als 1. der Halbmarathonläuferinnen das Ziel erreichte. Ihre genaue Zeit lautete 1:35:12. Sie war so fit, dass sie kurze Zeit später ihrem Vater entgegenlief und ihn zum Ziel begleitete.

Etliche Sportler hatten es nicht eilig, nach dem Duschen und der Preisverleihung das Vereinsgelände zu verlassen. Man saß noch mit den Gästen und Organisatoren gemütlich zusammen. Eben ein richtiges „Familientreffen“ in Nordholz.

 

Alle Ergebnisse unter: www.tsgnordholz.de/sportangebote/leichtathletik/homepage

(Bericht und Fotos: Elfie Seligmann-Krause)